Model im Studio

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Mittwoch, 15. Februar 2012

Arbeitsalltag mit Hund

Diva ist ja mein Bürohund, fast jeden Tag geht sie mit zur Arbeit. Ich bin dabei durchaus hin- und hergerissen, ob ich das nun so gut finde oder auch nicht. Sie benimmt sich inzwischen mustergültig, bleibt im Zimmer, ist ruhig, es gab von Anfang an keine Pipi-Unfälle. Wenn wir ankommen, wird erst mein Schreibtischnachbar (durchaus stürmisch) begrüßt, das erwartet Joachim auch von "seinem" Hund, es müssen ein paar Leckerchen erbettelt werden (die ziehe ich dann allerdings abends wieder vom Futter ab), dann legt sie sich meistens hin und schläft erst einmal eine Runde. Im Laufe des Vormittags schauen einige Kollegen herein und prüfen, ob Divas Fell immer noch wuscheltauglich ist. So geht der Vormittag schnell herum, und mittags gehen wir eine Runde, entweder durchs Gewerbegebiet (langweilig, weil an der Leine) oder in den Wald.

Danach bringe ich Diva manchmal nach Hause, damit sie einfach etwas anderes sieht als mein Büro und mehr Platz hat, dann lasse ich sie dort - meist mit einem schönen Knochen. Im Moment ist das ganz günstig, weil unserer jüngster Sohn in den Semesterferien zuhause ist und am frühen Nachmittag nach Hause kommt. So ist Diva dann nicht alleine. Wenn sie wieder mit zurück ins Büro kommt, wird sie nach zwei weiteren Stunden doch sehr, sehr unruhig, so als ob ihr die Decke auf den Kopf fällt. Wenn ich wirklich einmal länger arbeiten muss,holt Peter sie ab.

Ja, ist das jetzt schön für Diva, dass sie mitkann oder nicht? Manchmal leidet sie darunter, wenn es im Zimmer zu warm ist, dann hechelt sie und findet keine Ruhe. Sooo schnell reagiert die Fußbodenheizung dann aber nicht. Gestern habe ich sie zuhause gelassen, weil Peter auch da war. Er hat erzählt, dass sie richtig randaliert hat, als ich ging: gegen die Türe geworfen, um sie aufzumachen. Anscheinend bleibt sie dann doch nicht gerne zurück...

In der nächsten Woche werde ich wieder einmal beruflich unterwegs sein. Im letzten Jahr ist es mir schon immer schwergefallen, Diva zurückzulassen, und ich war froh, als die Termine vorbei waren. Ich hatte danach auch immer den Eindruck, dass sie schlechter hörte, als ob ein Stück Verbindung fehlte. Nun, zwei Tage sollten gehen, für Peter wird es anstrengend, zumal er im Moment nur eingeschränkt laufen kann: Meniskusriss, wir warten auf einen OP-Termin.

Liebe LeserInnen, wie organisiert Ihr denn den Alltag mit Hund? Wie schafft Ihr es, die Spazierrunden, das Spielen und das Training mit Arbeit und Haushalt unter einen Hut zu bekommen? Ehrenamtliche Aktivitäten habe ich schon vorher weitgehend eingestellt, es war mir klar, dass dafür bei einem jungen Hund keine Zeit mehr bleibt. Trotzdem denke ich doch oft genug, dass immer eins auf der Strecke bleibt.

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